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Frühstück mit Jim. Break on through (on the other side)

Der Morgen ist drückend heiß, der Kaffee schmeckt lau und schal. Vögel vor dem Fenster beklagen den neuen Tag.
Plötzlich aus dem nichts, wie durch eine eichenhölzerne Pforte aus einer fremden Welt in mein Dasein geschleudert, die Stimme eines alten Bekannten.
Aus dem fernen Jahr 1967, durch meine trüben Gedankenvorhänge, direkt in meinen schweren Kopf.
Ein Rhythmus der mehr drängt, als dass er schiebt, mehr führt als, dass er dich stößt.
Eine verspielte Bassline trägt die Stimme eines jungen Mannes der nichts von Konventionen hält: eine Stimme die sich quält, eine Stimme die befiehlt.

Der Tag zerbricht die Nacht, die Nacht teilt den Tag. Die Zeit fließt immer gleich, ihr Rhythmus bildet einen geschlossenen Kreis. Du kannst sie nicht halten du kannst vor dem wiederkehrenden nicht fliehen, dich nicht davor verstecken.
Wenn du etwas ändern willst, musst du den Kreis durchbrechen, neue Pforten suchen und sie durchschlagen. Brich durch, auf die andere Seite.
Der begonnene Morgen scheint verflucht, doch ist er auch unwiderbringbar.
Jede Sekunde die ich nicht lebe, bin ich tot.
Ich kann neue Türen öffnen, neue Wege finden.
Jeden Tag haschen wir nach Momenten des Glücks, vergraben unsere Schätze doch die letzte Tür durch die wir stoßen, lässt uns nicht mehr zurück.
Die Tatsache, dass etwas selten und nicht ewig ist, steigert ihren Wert.
Manchmal kannst du ganze Welten in Blicken, und sichere Inseln in Umarmungen finden, aber Arme können fesseln, Augen werden lügen.
Am Ende bleibst du dir nur selbst:
Dein Herz. Deine Gedanken. Dein Willen den Kreis zu durchbrechen.
Mein Leben. Meine Zeit. Mein Urteil. Meine Verantwortung.

Neue Wege beschreiten, neue Pforten eintreten, wenn es sein muss mit Gewalt.
Die Drums werden fordernder, Jim’s Stimme eindringlicher; eine Gitarre erzählt von anderen Dimensionen.
Wie viele meiner Gedanken sterben in abstraktem Raum, ohne Chance sich zu bewähren? Wie viele meiner Ideen verlieren sich in den allgegenwärtigen Nebeln des Alltags?
Dürfen wir uns dem Kreis des ewig gleichen kampflos ergeben?
Sind wir es uns schuldig, uns immerfort zu beweisen, bevor wir die letzte Tür für immer schließen?

Wir leben auf Bühnen, leben in Szenen. Jede Woche, jeden Tag. Jede Stunde.
Das Tor ist tief und weit:
Break on through, to the other side.

Der letzte Schluck Kaffee schmeckt süß. Von Vogelgezwitscher begleitet, verlasse ich meine Wohnung. Vielleicht ist es heute an der Zeit, mal etwas Neues zu versuchen.

Never stop dreaming,
never stop dancing,
never fake.
19.8.13 13:30





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